Felix Bodmann - Der Schnutentunker
"(...) Außerhalb Württembergs darf es heute schon als Besonderheit gelten, wenn eine Lage drei Rebsorten als GG hervorbringt. Und das war auch das Briefing an die Truppe. Die Weine hatten mir in Wiesbaden sehr gefallen. Jetzt wollte ich sehen, wie die anderen sie wahrnehmen.
Kranz (Ilbesheim, Pfalz), Kalmit, GG
Riesling 2024: Das ist in der Nase ein bisschen buntfruchtig, und dann wird das am Gaumen mit der Zeit sehr karg und fest und steinig, um sich später wieder zu öffnen. Was für eine Reise. (...)
Weißburgunder 2024: Ich finde die Reduktion in der Nase harmlos (...) Am Gaumen saftiges Kernobst, tolles Holz und Lasersäure und so viel Potenzial. Leicht sperrige Phenolik und darin ein Versprechen auf die Zukunft. Tolltolltoll.
Spätburgunder 2023: Dieser Wein vermittelt eine klare Idee: leicht, schlank, leise, noch etwas grün in der Nase und leicht sperrig am Gaumen, aber mit allen Anlagen. Etwas ‚schmutzig‘, aber kein bisschen bedrohlich. Den sollte man ein paar Jahre in den Keller sperren, dann könnte er sehr weit vorne mitspielen.
(...)"